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Bullet-Journal oder Bullshit-Journal? Eine Kundenmeinung! (Gastbeitrag & englische Version)

Über das Thema Bullet-Journal haben wir schon mal geschrieben und wenn Kunden sich kritisch mit dem Thema Bullet-Journal auseinandersetzen, freut uns das um so mehr.


English Version below

Jochen Krull darf sich nicht verzetteln und hat als Leitungskraft immer viele Bälle in der Luft – Organisation und Zeitoptimierung ist für Ihn sehr wichtig und er hat sich neugierig mit dem Thema Bullet-Journal auseinander gesetzt. Seine Meinung hat er in einem Gastbeitrag verfasst:

no-bullshit-journal

Bullit Journal oder Bullshit-Journal?

So schön es auch ist, dass die Frage der (Büro)organisation immer weiter vorangetrieben wird, manchmal mutet es bizarr an. Unter Labeln wie „Minimalismus“, „Reduzierung“, „DIY“ etc. wird manches gehypt oder gehippt, was genau unter die Lupe genommen gar keinen Sinn macht.

Bullet Journal ist so ein Thema! In meinen Ausführungen beziehe ich mich auf die auf Youtube gepostete Anleitung des Erfinders Ryder Carroll

Das Bullet-Journal geht von zwei Prämissen aus:

  1. Jeder hat genug Zeit sich seine Formblätter selber zu zeichnen.
  2. Ziel ist es, keine Seiten zu „verschwenden“, da man nicht immer weiß wieviel Platz man für etwas braucht.

Alle anderen Überlegungen in dem Konzept (priorisieren, markieren, Listen etc.) sind auch in anderen Systemen verwirklicht. Die Prämissen sind der Knackpunkt. Nicht jeder hat die Zeit selber zu zeichnen und dem Verschwenden von Seiten kann man auch auf andere Weise beikommen.

Die Kritik am eigentlichen System:

1. Ich lege eine Monatsagenda an um dann in eine Wochenagenda und danach in eine Tagesagenda umzuschreiben. Was ist daran innovativ? Das ist nur redundantes Arbeiten, bei dem das Risiko während des Übertragens einen (na was? – genau) Übertragungsfehler zu machen sehr hoch ist.
Fazit: Dauert zu lange und ist gefährlich.

2. Der „Kalender“ den diese Agenda auch darstellt, enthält keine vorgegebene stündliche Zeitschiene, so dass ich keinen Platz habe um Termine, die sich später ergeben noch „einzuschieben“.

Fazit: unübersichtlich – „das Auge timed (nicht) mit“

3. Ich nutze Platz, in dem ich fortlaufend notiere (Listen etc.) und dies in einem Index vermerke. An sich gut gedacht aber an dieser Stelle zu wenig differenziert. Es wird nicht unterschieden zwischen temporären Projekten und langfristigen Inputs, die ich immer wieder brauche, auch wenn das Journal vollgeschrieben ist und ich ein neues beginnen muss. Was mache ich dann? Das System ist ja bewusst nicht auf Mobilität (Zettelwirtschaft*1) angelegt.

Fazit: Permanent Benötigtes und temporär Benötigtes wird nicht voneinander getrennt und daraus folgt langfristig Nicht-Verfügbarkeit benötigter permanenter Inhalte.

Nun zur Lösung:

1. Ich brauche eine Agenda, die mir einen Überblick über einen Zeitraum meiner Wahl verschafft und in diesem Überblick muss ich die Möglichkeit haben Aufgaben zu notieren. Sollte ich die Aufgabe in dem Zeitraum nicht bewältigen, wird sie auf den nächsten Tag, die nächste Woche, den nächsten Monat verschoben.

Lösung: X17-Kalender (ich bevorzuge die Wochen). Sollte der Platz für die Aufgaben nicht reichen, nutze ich die X17-Notizen und verweise im Kalender auf die Seite im Notizheft (Index)und beschreibe dort näher. Damit habe ich auch gleichzeitig ein temporäres Projekt angelegt.

2. Ich brauche einen Ort an dem ich Notizen zu temporären Projekten, To-dos-Listen etc. platziere – diese ergeben sich in der Regel aus der Agenda im meinem Kalender. In diesem wird auf den Titel / die Ziffer in dem Index hingewiesen, wenn es sich um komplexere Jobs handelt (nicht gerade der Anruf bei Opa oder Oma).

In diesem von mir angelegten Index liste ich alle Projekte etc. fortlaufend auf. Wenn ich die Notizen nicht mehr brauche entferne ich sie und streiche sie im Index durch oder behalte sie aus dokumentarischen und / oder nostalgischen Gründen.

Lösung: X17-Notizheft (ich bevorzuge gepunktet). Die Mikroperforation erlaubt sowohl das Belassen als auch das Entfernen der Notizen.

3. Ich brauche einen Ort für permanent benötigten Input. Mittels eines Index katalogisiere ich diesen.

Lösung: X17-Datenregister (was ich bevorzuge) oder X17-Notizheft

4. Ich will die Notizen archivieren und trotzdem permanent Benötigtes behalten.

Lösung: X17-Einband in einer Größe meiner Wahl (ich bevorzuge A6) mit mindestens 3 Einlagen: Kalender, Datenregister und / oder 1-2 Notizheften.

Dazu ein bis zwei Buchbänder um immer die nächste freie Seite zu finden sowie kleine bunte Kleberegister zum schnelleren Auffinden wichtiger Inhalte. Zum Archivieren kann ich die X17-Kästchen benutzen und von außen beschriften.

Fazit zum Schluss:

„ § 2: Einfach ist nicht einfältig, sondern besser als schwierig.“
aus: Lores Law, Scholz and Friends, 2003

X17 ist „einfach genug“. Nicht alles was tricky rüberkommt ist es auch; anstatt zu verschlimmbessern erst mal bestehende Systeme optimieren. Wenn das nicht geht kann man immer noch alles über den Haufen werden.

Autor: Jochen Krull, 28.9.16

*1=> Nun denn: die „neue“ Zettelwirtschaft = Mind-Papers hat ja auch eine andere Intention; diese beiden Konzepte können gut nebeneinander leben, aber das ist jetzt nicht das Thema.


English Version:

we already wrote about the topic „Bullet-Journal, (link) and if and if customers argue critically with the subject „Bullet Journal“, it pleases us even more.

Jochen Krull may not waste himself and has as a management strength always many balls in the air – organisation and time optimisation is very important for Him and he has argued curiously with the subject „Bullet journal“. He has written his opinion in a guest contribution:

The hype around the Bulletjournal and a critical consideration (or why X17 has the better solutions)
As nice as it is, that the question of (office) organisation is sped up on and on, however, sometimes only because of the trend, apparently useful things will be pushed under the label of „minimalism“, or „reduction“, just in ordert o reach the target grop.

This trend sometimes produces strange effects, which come along apparently logically and well thought-out, always innovatively, however, they not always are.

Bullet journal is such a trend! In my implementations I refer to the instructions of the inventor Ryder Caroll on Youtube.

The Bullet Journal is based on two ideas

Everybody has enough time to draw his own Journal-Sheets „to waste“ no pages, because one not always knows how much space is needed for something has top priority

All other considerations of the concept (priorize, mark, list i.e.. ) are also realized in other systems. But not everybody has he time to draw the templates itself and one can get at wasting of sides also in other manner.

Before I come to an already existing solution (Guess by whom?)

first the criticism of the proper system

1. I start a monthly agenda, ito circumscribe then in a weekly agenda and afterwards in a daily agenda. What is innovative in that? This is only a redundant working, with the high risk of mistaking during transferring (what? – exactly)

Result: takes too much time and is dangerous.

2. The „calendar“ which this agenda also shows, contains no hourly time rail, so that I have no space „to insert“appointments which arise later blindly – „the eye times (not) along“

3. I use space in which I take down consecutively (List etc. ) and this i note in an index. Actually well thought, however, at this point insufficiently differentiated. There is now differnce shown between temporary projects and long-term input, which I need over and over again, even if the journal is filled with writing and I must begin a new one. What am I going to do then? The system is intetionally not based on mobility (Zettelwirtschaft*1).

Constantly needed and temporarily needed information is not separated from another, which means in the long term non-availability of required permanent contents.

Now the solution:

1. I need an agenda which gets me an overview for a period of my choice and in this overview I must have the possibility to take down tasks. Should I not master the job in the period, it is shifted to the next day, the next week, the next month.

Solution: X17 calendar (I prefer the weeks). If there is not enough space for all tasks, I use the X17 notes and refer in the calendar to the page in the note notebook (index) and describe closer there. Terefore I have scheduled a temporary project at the same time.

2. I need space for notes to temporary projects, To-do-lists etc. – These arise as a rule from the agenda of my calendar, where it is is pointed out to the title / number in the index, in case it’s a more complex task (not actually a memo like „calling grandpa or granny“).

In this personal index, I list all projects etc. consecutively. If I don’t need the notes need any more, I remove them and cross them out in the index or keep them for documentary and / or nostalgic reasons

Solution: X17- Notebook (I prefer dotted). The microperforation permits keeping as well as the removing of the notes.

3. I need a place for constantly required input. By means of an index I list this.

Solution: X17-Data Register (that I prefer) or X17-Notes

4. I want to move my notes into archives and nevertheless, keep the constantly required.

Solution: X17 book cover in a size of my choice (I prefers A6) with at least 3 inserts: calendar, data register and / or 1-2 notepads

In addition one or two bookmark-ribbons in order to always find the next free page, as well as small coloured stick-on-register for quick discovering of important contents. To archive, I can use the small X17 boxes and mark them on the outside.

Conclusion

„§2 Simple is not silly, but better then difficult.
Lores Law, Scholz and Friends, 2003

X17 is „simple enough“. Not everything what comes across „tricky it for real; instead of „disimprove“ for the moment, better optimze existing systems first. If this does not work after all, it can still be thrown overboard.

Autor: Jochen Krull, 28.9.16

Thus: the „Neue Zettelwirtschaft“ = Mind-Papers has another intention anyway; these two concepts can live side by side very well, but that‘s not the subject here!

Autor: Markus (X17)

X17 - die schönen und einzig echten Ringbücher! Aber kennt Ihr übrigens X47? Feinste Terminplaner und Notizbücher aus Leder? Quasi den großen Bruder von X17? X47 verwendet anstatt der Elastix eine Federschiene aus Edelstahl – kleine feintäschnerische Kunstwerke.

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